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In jüngster Zeit wächst im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften, insbesondere der (Kunst-) Geschichte, das Interesse an der Erforschung internationaler Beziehungen und Zusammenhänge und an deren Herausbildung und Entwicklung. Im Blickpunkt stehen hier vor allem Beziehungen politischer, wirtschaftlicher, sozialer, künstlerischer und literarischer Art. Für eine umfassende und vielschichtige Analyse ist es aber ebenso wichtig, die relevanten Ursachen und Gründe zu verstehen, die hinter diesen Beziehungen stehen.
Im Rahmen des Kolloquiums wird eine trans- und interdisziplinäre Diskussion angestrebt. Dabei werden die Beziehungen zwischen Portugal, Hamburg und der deutschsprachigen Welt während der Frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert) unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet.Es werden Themen erörtert, die sowohl auf die bereits vorhandene Geschichtsschreibung als auf noch zu vertiefende oder gar erst (wieder-) zu entdeckende Fragen außerordentlich ertragreichen wissenschaftlichen Bezug nehmen. Die zu untersuchenden Beziehungen umfassen einen weiten geographischen Raum, denn sie beschränken sich ja nicht auf Europa, sondern schließen auch Übersee (Amerika und Asien) mit ein, so dass die Betrachtung damaliger diplomatischer, ökonomischer, kultureller und kunstfördernder Beziehungen und Verflechtungen und die daraus entstandenen Anpassungen und Auswirkungen wesentlich ist. In Bezug auf eine Epoche, die geprägt ist von einer Dynamik des Verkehrs von Menschen, Ideen, Produkten und Gütern, die zum ersten mal globale Züge annimmt, werden sich die Beiträge zu den deutsch-portugiesischen Beziehungen über eine gleichzeitig makro- und mikroskopische Lesart annähern. Die Erörterung durch Wissenschaftler der einen oder anderen Nationalität wird neue Wege für zukünftige Nachforschungen eröffnen. |
Alexandra Curvelo Centro de História de Além-Mar |